Aquarellmalerei
Die hohe Kunst der Aquarellmalerei gehört zu den ältesten Maltechniken überhaupt
Die Aquarellmalerei ist eine sehr alte Maltechnik. Die verschiedenen Techniken der Aquarellmalerei haben sich im Laufe von Jahrhunderten entwickelt. Es geht beim Aquarell malen weniger darum, Dinge kompliziert darzustellen, als sie zu vereinfachen, geht es um die selbstverständliche Einheit von Farben, Farbauftrag und Malgrund. Im Atelier oder vor der Natur gilt es, den Sinn für Kompositionen zu schärfen und mit dem Medium Aquarell entsprechend zu arbeiten, sei es abstrakt oder nach einem Eindruck von der Natur. Schon die Wahl des Papiers ist für den Stil des Aquarells von Wichtigkeit. Das glatte Papier erlaubt eine andere Maltechnik als das rauhe, ein grobes Korn steht sehr filigraner Malerei entgegen. Die Aquarellmalerei ist die zarteste der Malkünste. Aquarelle bezaubern den Betrachter immer wieder durch ihren leichten, wie zufällig hin gehauchten Charakter, der sich sowohl in zarten Tönen, aber auch in durchaus kräftigen Farben präsentieren kann. Von großer Bedeutung für die Aquarellmalerei ist die Arbeit mit den Primärfarben. Zwar gibt es sämtliche Farben fertig gemischt in Näpfen und Tuben zu kaufen, Kenner in der Aquarellmalerei mischen aber jede benötigte Farbe nach den Regeln der Farblehre selbst. Bei der Aquarellmaleri wird im Allgemeinen mit zarten und hellen Farbtönen begonnen und zu dunkleren Farben hin gearbeitet. Dabei wird auch der Malgrund mit in die Komposition einbezogen, teils durchscheinend, teils aber auch unverändert stehen bleibend. Das zum Aquarellieren geeignete Papier muss saugfähig, mit einer rauhen Textur versehen und dennoch glatt genug sein, dass sich die im Wasser gelöschten Farbpigmente gleichmäßig verteilen und anhaften können. Die Aquarellmalerei bietet so viele Möglichkeiten, die Natur, das Leben und leblose Gegenstände auf so vielfältige nicht-realistische Weise darzustellen, dass die Zeichenkenntnisse in den Hintergrund treten und nur noch nebensächlich wichtig sind. |
